
Kobaltblaue Tage
Es passiert nicht alle Tage, dass sich ein Ex-Straftäter und eine Polizistin ineinander verlieben. Dennoch geschieht genau das, als Lexie Graham und Adam Stone sich dank der Einmischung des beliebten Tacoverkäufers von Hope Harbor näherkommen. Dabei hat Lexie mit der Erziehung ihres Sohnes und einer Serie von Straftaten in Hope Harbor eigentlich alle Hände voll zu tun. Und Adam steht der Sinn gerade überhaupt nicht danach, eine Frau kennenzulernen – schon gar keine Polizistin.
Doch die Funken beginnen rasch zu sprühen, als Lexie Adam bittet, einem Jungen zu helfen, der eine Karriere als Kleinkrimineller einzuschlagen droht ...
Format: ePUB
Bestellnummer: 332953
ISBN: 978-3-96362-953-2
Erschienen im Juni 2019
Papierausgabe vergriffen.
€ 12,99 inkl. MwSt.
Leseprobe
Kapitel 1
Nicht schon wieder!
Adam Stone schlug die Tür seines klapprigen Kia zu, atmete tief aus und sah sich den Schaden an.
Dieses Mal schien die rustikale Hütte, in der er wohnte, verschont geblieben zu sein. Aber er würde kräftig schleifen müssen, um die obszönen Schmierereien zu beseitigen, die an den kleinen Schuppen gesprüht worden waren, in dem sich seine Schreinerwerkstatt befand.
Wenigstens hatten die Vandalen dieses Mal keine Fenster eingeschlagen.
Aber wo war Clyde?
Adam lief über die Schotterstraße und suchte die Bäume ab, die an mehreren Stellen den Blick auf den sauberen Oregon-Strand und das stürmische kobaltblaue Meer freigaben.
»Clyde!«
Keine Antwort.
»Clyde! Komm zu mir, Junge! Alles ist wieder gut. «
Schweigen. Er hörte nur das unverkennbare Trillern der Wasserläufer, denen diese Bucht ihren Namen verdankte.
Er biss die Zähne zusammen. Mit mutwilliger Sachbeschädigung konnte er leben. Aber sollten diese Kerle seinem Hund …
Aus Richtung der Werkstatt kam ein leises Wimmern und die Schwingtür bewegte sich leicht. Er hatte sie für den herrenlosen Hund eingebaut, den er bei sich aufgenommen hatte.
Adam änderte rasch die Richtung, zog die Schlüssel zum Schuppen aus seiner Tasche und sprintete los.
»Jetzt bin ich da, mein Junge. Warte!« Als er den Schlüssel ins Schloss steckte, zitterten seine Finger. Eigentlich war es verrückt, sich um einen Hund Sorgen zu machen, der nicht einmal so schlau gewesen war, einem fahrenden Auto aus dem Weg zu gehen. Wenn man für jemanden - oder für etwas - Gefühle entwickelte, machte man sich verwundbar.
Er hatte schon genug Schmerz in seinem Leben erfahren und wollte sich eigentlich auf niemanden mehr einlassen. Aber er hatte das verletzte, wehrlose Tier, das er an jenem nebligen Tag am Straßenrand der Bundesstraße gefunden hatte, unmöglich liegen lassen können.
Das Schloss klickte und er schob die Schuppentür auf.
Aus der Ecke der Werkstatt steckte Clyde seine schwarze Schnauze hinter einem Holzstück hervor, hinter dem er sich verkrochen hatte. Wieder winselte er und seine großen braunen Augen waren angsterfüllt.
Adam atmete erleichtert auf und seine Anspannung verflüchtigte sich. Clyde hatte Angst, aber er war unversehrt.
Adam ging in die Hocke, hielt dem Hund die Hand hin und sprach mit sanfter Stimme: »Alles ist wieder gut, mein Junge. Komm zu mir. «
Doch Clyde rührte sich keinen Millimeter vom Fleck.
Kein Problem. Er konnte warten.
Adam setzte sich mit überkreuzten Beinen auf die rauen Bodenbretter und wartete. Es machte keinen Sinn, jemanden zu drängen, der noch nicht bereit war, einem anderen zu vertrauen. Das konnte schlecht ausgehen. Auch wenn man es nur gut meinte. Die kleine weiße Narbe an seiner rechten Hand war ein sichtbarer Beweis dafür. Sie stammte von dem Abend, an dem Clyde eine freundliche Geste irrtümlich als Bedrohung verstanden hatte.
Inzwischen dauerte es normalerweise nicht mehr so lange, bis der Mischlingshund aus seinem Versteck kam.
Keine fünfzehn Sekunden später kroch Clyde heraus und hinkte langsam auf ihn zu. Das eine Bein von ihm war nach jenem Autounfall nicht mehr richtig zusammengewachsen.
Als der Hund näher kam, unterdrückte Adam nur mühsam den Drang, die zittrige Fellmasse in seine tröstenden Arme zu schließen.
Er blieb regungslos sitzen, bis ihn Clyde beschnuppert hatte, seine feuchte Schnauze in seine Handfläche legte und auf seinen Schoß krabbelte.
Hier lag er dann mit seinen 21 Kilo.
Erst jetzt wagte Adam es, dem Hund über das Fell zu streichen.
»Niemand tut dir etwas, Kumpel. Alles ist gut. « Sein letztes Wort klang fast heiser. »Jetzt bin ich hier und bleibe da, bis ich morgen wieder zur Arbeit muss. Wir verbringen den Rest des Sonntags zusammen. Vielleicht grille ich dir sogar einen Burger, statt dir dieses Hundefutter zu geben, das der Tierarzt empfohlen hat. Klingt das nicht verlockend?«
Natürlich hatte der Hund keine Ahnung, wovon er sprach, aber Adams sanfter Tonfall schien ihn zu beruhigen. Clydes Zittern legte sich, und als er den Kopf hob und ihn anschaute, leuchteten seine Augen.
Eine plötzliche Wärme erfüllte Adams Herz. Aber er verdrängte sie schnell. Wie armselig, dass ihn die Zuneigung eines Hundes anrührte!
Außerdem war alles nur Einbildung.
Hunde hatten keine Gefühle.
Ohne den Blick von seinem Gesicht abzuwenden, schleckte Clyde seine Finger kurz ab. Es war, als wollte er sagen: Doch, wir haben Gefühle. Und ich finde, du bist großartig.
Adams Kehle war wie zugeschnürt, als er Clyde über den Rücken strich und seine Fingerspitzen die vielen Narben berührten. Er hatte sie schon gehabt, als sich ihre Wege vor 18 Monaten gekreuzt hatten und beide dringend einen Freund gebraucht hatten.
Okay.
Vielleicht deutete er in die Reaktion des Hundes zu viel hinein.
Vielleicht war er zu sentimental.
Aber heute wollte er einfach glauben, dass der misshandelte Hund tatsächlich tiefere Gefühle hatte.
Auch wenn er in den anderthalb Jahren, seit er hier wohnte, ein paar Freunde in Hope Harbor gefunden hatte, wartete am Ende des Tages doch nur Clyde auf ihn.
Ohne diesen vierbeinigen Gefährten, der sein Herz erobert hatte, wäre sein Leben noch einsamer.
»Einen schönen Montag, Lexie! Hat deine Woche gut angefangen?«
Hope Harbors Polizeichefin, Lexie Graham, lehnte sich mit der Schulter an die Seite von Charleys Taco-Stand und ließ ihren Blick über den malerischen Hafen schweifen.
Pflanzkästen mit bunten Blumen dienten als Abgrenzung zwischen dem Gehweg und den Felsen, die zum Wasser hin abfielen. Auf der anderen Seite säumten schlichte Geschäfte, die mit leuchtenden Markisen und Blumenkästen geschmückt waren, die Straße und gaben einen ungehinderten Blick auf den Hafen und das Meer frei. Ein weißer Pavillon beherrschte den kleinen Park hinter Charleys Stand. Hier endete die halbkreisförmige Geschäftsstraße in einer Sackgasse.
Alles war friedlich und vorhersehbar. Wie immer.
So wie es ihr gefiel.
»Bis jetzt ganz gut. Alles ist ruhig. «
»Aber der Schein kann manchmal trügen. Willst du heute nur eine Portion?«
»Ja. « Sie betrachtete den Taco-Koch, der gleichzeitig ein erfolgreicher Künstler war. In all den Jahren, die sie ihn kannte, hatte er sich kein bisschen verändert. Dieselbe ledrige, gebräunte Haut. Dieselben langen grauen Haare, die zu einem Pferdeschwanz zurückgebunden waren. Dieselben freundlichen, einfühlsamen Augen.
Es war tröstlich, in einer Welt, die einem gern Knüppel zwischen die Beine warf, etwas zu haben, das sich nicht veränderte. Auf den Künstler der Stadt war Verlass. Er hatte immer einen klugen Ratschlag und aufmunternde Worte parat.
Aber seine Bemerkung, dass der Schein trügen könne, löste bei ihr keine angenehmen Gefühle aus.
Mit zusammengekniffenen Augen ließ sie ihren Blick noch einmal über die Hafenstraße wandern. Soweit sie es beurteilen konnte, war in der Stadt alles so wie immer. Und auf dem Wasser schien es auch keine Probleme zu geben, die ihre Aufmerksamkeit erforderten. Der lange Steg auf der linken Seite und die beiden Felseninseln auf der rechten Seite, die die stürmischen Wellen brachen und die Boote im Hafen schützten, waren genauso unveränderlich wie die Wellenbrecher am Strand außerhalb der Stadt.
Alles wirkte normal.
Vielleicht war Charleys Bemerkung nur einer jener philosophischen Sprüche gewesen, die er gelegentlich von sich gab.
Egal, was der Grund für seine Bemerkung war, sie hatte nicht die Absicht, sich davon den Tag verderben zu lassen.
»Welche Tacos gibt es heute?«
»Der Taco des Tages ist mit Kabeljau gefüllt. « Er holte eine Handvoll geschnittener roter Zwiebeln aus einer Kühlbox und warf sie in die Pfanne. Bei dem köstlichen Duft knurrte ihr der Magen. »Mit Koriandersahnesoße nach einem Geheimrezept meiner Großmutter. «
»Das klingt köstlich. Wie immer. «
»Das Wohl meiner Kunden liegt mir stets am Herzen. « Er drehte den Fisch in der Pfanne um und streute Gewürze über die Zutaten. »Habt ihr draußen bei Adam verwertbare Spuren gefunden?«
Bei diesem abrupten Themenwechsel blinzelte sie verwirrt. »Wovon sprichst du?«
»Über den Vandalismus gestern bei Adam Stone. « Er rührte die Zwiebeln um. »Hat er das der Polizei denn nicht gemeldet?«
»Nicht, dass ich wüsste. « Wenn er den Fall angezeigt hätte, wüsste sie es. Auf ihrem Schreibtisch landete schließlich jede Verbrechensmeldung.
»Das überrascht mich, denn es war schon das zweite Mal, dass diese Kerle bei ihm gewütet haben. «
Es gab innerhalb der Stadtgrenze zwei Fälle von nicht gemeldetem Vandalismus?
»Wenn die Leute ein Verbrechen nicht melden, kann ich den Fall auch nicht lösen. « Eine leichte Gereiztheit schwang in ihrer Stimme mit.
»Angesichts seiner Geschichte will er mit der Polizei wahrscheinlich nichts zu tun haben. Du kennst Adam doch, oder?«
Sie erinnerte sich vage an den Mann, den sie bisher nur aus der Ferne gesehen hatte: Zwischen 1,80 und 1,85 Meter groß, schlank, muskulös, dunkle, lange Haare, die er mit einem schwarzen Tuch zusammenhielt, Stoppelbart, normalerweise trug er Jeans und eine abgenutzte schwarze Lederjacke. Es würde sie nicht überraschen, wenn er auch ein paar Tattoos hätte.
Mit anderen Worten, ein Mann, der gut in eine Motorradgang passen würde. Und zu dem sein Nachname passte. Stone. Stein.
Alle nannten ihn so. Außer Charley.
»Ich weiß, wer er ist. « Wenn ein ehemaliger Strafgefangener in die Stadt zog, holte die Polizeichefin Erkundigungen über ihn ein. »Aber ich habe nie mit ihm gesprochen. «
»Wirklich?« Charley legte drei Mais-Tortillas vor sich auf die Theke. »Er geht regelmäßig in den Gottesdienst der Grace-Christian-Gemeinde. Ich bin davon ausgegangen, dass ihr euch schon längst begegnet seid. «
Das wäre gut möglich. Aber sie ging nicht zur Kirche.
Doch über dieses Thema wollte sie nicht bei Fisch-Tacos auf einem öffentlichen Platz sprechen.
Allerdings fand sie es interessant, dass Stone zum Gottesdienst ging. Als einen Kirchgänger hätte sie ihn gewiss nicht eingestuft.
»Nein. Ich habe sonntagvormittags oft Dienst. « Immer. Absichtlich.
»Ich hoffe nur, dass ihr diese Vandalen bald erwischt, bevor noch mehr passiert. Die gesprühten Graffiti, eingeschlagenen Fenster und ausgerissenen Blumen sind schon schlimm genug. « Er deutete auf die Pflanzkästen im Hafen, bevor er begann, ihre Tacos zusammenzurollen. »Rose und ihr Gartenklub haben Stunden gebraucht, um von den Blumen so viele wie möglich zu retten, nachdem diese Vandalen zugeschlagen hatten. Mehrere Pflanzkästen wurden dabei beschädigt. «
»Wir arbeiten mit voller Kraft an dem Fall, aber der oder die Täter schlagen immer dann zu, wenn niemand in der Nähe ist. Mit unseren wenigen Leuten können wir nicht rund um die Uhr überall sein. «
»Das verstehe ich. « Er wickelte die Tacos in weißes Papier, steckte sie in eine braune Tüte und legte sie auf die Theke. »Aber dass ausgerechnet Adams Hütte beschädigt wurde, ist eine Schande. Er hat wirklich schon genug durchgemacht. «
»Nur wenn er die Fälle nicht meldet, können wir nichts unternehmen. « Sie kramte ihr Geld aus der Tasche.
»Aber da draußen könnte es eine Spur geben. « Charley zählte das Wechselgeld ab und schob es ihr hin.
Vielleicht solltest du einmal nachsehen.
Charley musste diese Worte nicht laut sagen. Sie verstand seine Aufforderung auch so. Er setzte andere nie unter Druck, aber er hatte eine sanfte Art, Menschen in die Richtung zu stupsen, die sie seiner Meinung nach einschlagen sollten.
Mit einem Seufzen steckte Lexie die Münzen ein. »Ich könnte ja einmal bei ihm vorbeischauen. «
»Das kann nicht schaden. Aber er ist erst am Abend zu Hause. «
Richtig.
Stone und der Rest von BJs Baufirma waren mit dem Bau von Tracys und Michaels Haus draußen auf dem Gelände von Harbor Point Cranberries beschäftigt. Da sie wusste, wie gern in der Stadt getratscht wurde, hielt sie es für keine gute Idee, aus heiterem Himmel auf der Cranberryfarm aufzutauchen und dort mit ihm zu sprechen. Wer konnte schon vorhersagen, was die Leute denken würden, wenn die Polizei zu ihm kam! Ein Mann, der seine Strafe verbüßt hatte und jetzt ein ehrliches Leben führte, brauchte nicht noch mehr Scherereien.
»Ich könnte ja mal nach der Arbeit auf dem Nachhauseweg bei ihm vorbeifahren. « Auch wenn sie genau wusste, dass einen Tag nach dem Vorfall kaum noch eine Spur zu finden wäre. »Woher weißt du überhaupt, was da draußen passiert ist?«
»Adam war gestern Nachmittag hier und hat sich Tacos gekauft. Ich glaube, Sonntagstacos aus meiner bescheidenen Küche sind sein wöchentlicher Luxus. «
Eine Portion von Charleys Tacos war ein Luxus?
Anscheinend ging der Mann mit dem Geld, das er bei BJ verdiente, nicht gerade sparsam um.
Andererseits dauerte es bestimmt eine Weile, bis man sich etwas angespart hatte, wenn man nach fünf Jahren im Gefängnis wieder bei null anfangen musste.
»Danke für das Essen. « Lexie nahm die Tüte, aus der ihr ein verführerischer Duft entgegenströmte.
»Guten Appetit. « Charley hob grinsend den Daumen und begrüßte den nächsten Kunden in der Schlange.
Lexie warf einen sehnsüchtigen Blick auf die einladenden Bänke, die am Rand des Hafens aufgestellt waren. Aber auf ihrem Schreibtisch wartete eine Menge Arbeit auf sie, die sie nicht noch länger vor sich herschieben konnte.
Sie beschleunigte ihre Schritte. Vielleicht würde sie heute Abend nach dem Essen mit Matt zum Hafen fahren und eine Weile den Booten und Schiffen zusehen. Das gefiel ihm immer. Und es wäre ein angenehmer Tagesabschluss.
Besonders für den Fall, dass der polizeischeue Adam Stone nicht allzu herzlich auf ihren Besuch reagieren würde.
Jemand näherte sich seiner Hütte.
Als das Knirschen von Autoreifen auf dem Schotter in der stillen Bucht widerhallte, hörte Adam auf, die Holzwand abzuschleifen.
Er bekam keinen Besuch.
Nie.
Er lud niemanden ein und es kam auch niemand. Bis auf diese Vandalen.
Aber da sein jetziger Besuch nicht versuchte, sich heimlich anzuschleichen, brauchte er sich vermutlich auch nicht auf einen erneuten Akt mutwilliger Sachbeschädigung einzustellen.
Clyde drückte sich an ihn heran und stieß ein ängstliches Wimmern aus.
»Keine Angst, Junge. « Er bückte sich und streichelte ihn beruhigend. »Vielleicht ist das nur jemand, der falsch abgebogen ist und sich verfahren hat. «
Hoffentlich.
Ein unbekannter Civic tauchte dreißig Meter von der Hütte entfernt aus dem Wald auf. Beim Anblick des Autos läuteten bei ihm noch keine Alarmglocken. Aber bei der uniformierten Gestalt, die durch das offene Fenster auf der Fahrerseite zu erkennen war.
Sein Herz stockte.
Warum kam die Polizei zu ihm?
Als spüre er seine plötzliche Unruhe, schmiegte sich Clyde an sein Hosenbein und stieß erneut ein leises Wimmern aus.
Adam bückte sich und streichelte den Hund erneut, behielt aber die Frau, die aus dem Wagen stieg, argwöhnisch im Auge.
Obwohl sie nie ein Wort miteinander gesprochen hatten, wusste er, wer Lexie Graham war. Jeder in der Stadt kannte diese Frau. Sie war nicht nur die Polizeichefin, sondern sie strahlte auch etwas Geheimnisvolles aus. Aufgrund ihres früheren Einsatzes im Dienst des Außenministeriums an irgendeinem Brennpunkt auf der anderen Seite der Erde. Außerdem sah sie umwerfend aus.
Bis jetzt hatte er sie allerdings nur aus der Ferne gesehen.
Und das war auch gut so.
Es bestand kein Anlass, sich auf eine Frau einzulassen, die schon aus der Ferne einschüchternd war und viel Macht besaß.
Aus der Nähe war sie noch viel beängstigender. Er war zwar ein Ex-Knacki mit einer hässlichen Lebensgeschichte. Aber er war trotzdem ein Mann.
Und kein Mann war gegen die unübersehbaren Reize der Polizeichefin immun.
Als sie zwei Meter vor ihm stehen blieb und ihre Sonnenbrille abnahm, verschlug es ihm den Atem.
Ihre Augen waren so blau wie das kobaltfarbene Meer an einem sonnigen Tag in der Strandläuferbucht.
»Mr Stone, ich bin Lexie Graham. Ich glaube, wir sind uns noch nicht begegnet. « Ihre Stimme war sachlich, aber angenehm und ein wenig heiser.
Er starrte auf die schlanken Finger, die sie ihm hinhielt, bis ein Stups von Clyde seinen Verstand wieder in Gang setzte.
Schweigend nahm er das Schleifpapier in die linke Hand und schüttelte ihr die Hand.
Nach einigen Momenten zog sie eine Braue hoch und warf einen kurzen Blick auf ihre Hand, die er immer noch festhielt.
Ups.
Er ließ sie sofort wieder los.
»Entschuldigen Sie, dass ich Sie zu Hause störe, aber ich habe gehört, dass Sie gestern hier einen Fall von Vandalismus hatten. Zum zweiten Mal. « Ihr Blick wanderte zur Seite der Werkstatt, wo nach wie vor Reste der obszönen Schmierereien zu sehen waren, obwohl er mit aller Kraft versucht hatte, das Holz abzuschleifen.
Er runzelte die Stirn.
Woher wusste sie, dass sein Zuhause zweimal von Vandalen aufgesucht worden war?
»Wer hat Ihnen das gesagt?«
»Das spielt keine Rolle. Mich interessiert, warum Sie den Schaden nicht gemeldet haben. «
»Es gab nicht viel zu melden. «
»Ein Gesetzesverstoß ist ein Gesetzesverstoß. «
»Hören Sie, ich will keine Schwierigkeiten. «
»Sie haben bereits Schwierigkeiten. Derjenige, der das getan hat, könnte wiederkommen. «
»Damit werde ich schon fertig. Das hier ist keine Luxusvilla. Hier kann man nichts kaputt machen, das ich nicht wieder reparieren könnte. «
Sie verschränkte die Arme und nahm die breitbeinige Körperhaltung ein, mit der Polizisten andere gern einschüchterten.
Damit machte sie sich bei ihm nicht gerade beliebt.
»Es ist Aufgabe der Polizei, mit Gesetzesbrechern fertigzuwerden. « Ihre Stimme war jetzt schärfer und ihre Augen hatten eine stählerne Härte angenommen. »Und Sie sind nicht der einzige Betroffene. Es gibt noch andere Opfer in der Stadt. Lauter unbescholtene Bürger, die diese Schikanen nicht verdienen. Einige sind schon älter und nicht so gut in der Lage wie Sie, den Schaden selbst zu beheben. «
»Das tut mir leid. Aber ich will trotzdem nichts damit zu tun haben. « Seine Antwort klang steif. Fast trotzig.
Sich gegenüber einer Polizistin so zu verhalten war keine kluge Idee.
Aber statt gemein und hässlich zu werden, nahm die Polizeichefin ihre Arme wieder nach unten, atmete langsam aus und drehte sich zum Wasser herum, das kobaltfarben durch die Bäume zu sehen war.
Mehrere Sekunden verstrichen, ohne dass sie etwas sagte.
Als sie sich wieder umdrehte, waren ihre Miene und ihr Tonfall freundlicher. »Ich kann ja verstehen, dass Sie keine Scherereien haben wollen. Aber wir kommen bei der Lösung dieses Falls nicht weiter. Ich brauche mehr Spuren und ich hatte gehofft, Sie würden mir erlauben, mich hier ein wenig umzusehen. Vielleicht entdecke ich ja etwas, das uns helfen kann, die Schuldigen zu finden und ihnen das Handwerk zu legen, bevor jemand ernsthaft zu Schaden kommt. «
Ihre Bitte klang vernünftig.
Er hatte in seinem Leben gelernt, dass man Fleißpunkte bekam, wenn man vernünftig war. Besonders dann, wenn man nichts zu verbergen hatte.
»Gut. « Seine angespannten Schultern lockerten sich ein wenig. »Sie können sich gern umsehen. Aber ich bezweifle, dass Sie etwas finden. Ich habe jedenfalls nichts gefunden. «
»Danke. Wurde außer dem hier«, sie deutete zu seiner Werkstatt, »noch mehr beschädigt?«
»Dieses Mal nicht. Vor drei Wochen wurde ein Fenster in der Hütte eingeschlagen und eine Verandastufe wurde herausgerissen, während ich auf der Arbeit war. «
»Anscheinend machen sich diese Vandalen keine Sorgen, dass jemand sie hören könnte. « Sie betrachtete die neue Stufe, die sauber und hell vom verwitterten grauen Holz der anderen Stufen abstach.
»Diese Hütte ist sehr abgelegen und außer meinem Hund, Clyde, ist unter der Woche tagsüber niemand hier. «
Als sein Name fiel, spähte der Hund hinter seinen Beinen hervor.
Die Haltung der Polizeichefin entspannte sich noch mehr. Sie ging in die Knie und hielt dem Hund eine Hand hin. »Hallo, Clyde. «
»Er ist scheu und …«
Noch bevor Adam seinen Satz beenden konnte, kam Clyde aus der Deckung, beschnupperte die Hand der Frau und näherte sich ihr so weit, dass sie ihn streicheln konnte.
Er schleckte sogar ihre Finger ab.
Adams Kinnlade fiel nach unten.
»Du bist aber ein hübscher Junge, weißt du das?« Clyde begann, mit dem Schwanz zu wedeln. Sie schmunzelte. Der tiefe, heisere Ton aus ihrem Mund löste in Adams Magen ein sonderbares Kribbeln aus. »Ja. Das weißt du. « Sie hob das Kinn. »Zu welcher Rasse gehört er?«
» Ähm … Promenadenmischung. «
»Hm. « Sie betrachtete den Hund genauer. »Ich sehe eine Spur von einem Terrier. Ein wenig von einem Beagle. Und etwas von einem Labrador. Sagen wir lieber Mischlingshund. Das klingt netter. Findest du nicht auch, Clyde?«
Der Hund kläffte zustimmend.
Sein Hund hatte sich mit einer Polizeichefin angefreundet?
Wer hätte das gedacht!
»Das sehe ich auch so. « Als sie noch einmal sein Fell gestreichelt hatte, stand sie auf. »Ich nehme nicht an, dass die Vandalen irgendwelche Sprühdosen hiergelassen haben. «
Er zwang sich, sich auf ihre Fragen zu konzentrieren. »Nein. «
»Schade. Sie können gern weitermachen, während ich mich umsehe. « Sie deutete mit dem Kopf zu dem Schleifpapier, das er immer noch in der Hand hatte. »Es wird viel Arbeit sein, diese Farbe abzubekommen. «
»Mit Fleiß und Geduld kann man alles so abschleifen, dass es wieder wie neu aussieht. «
Ein überraschtes Funkeln trat in ihre blauen Augen. »Ein Gedanke, über den es sich nachzudenken lohnt. «
Dann ging sie langsam um den Schuppen herum. Clyde folgte ihr dicht auf den Fersen.
Adam widmete sich wieder dem Abschleifen. Bei dieser Arbeit musste man nicht denken. Er ertappte sich dabei, wie seine Gedanken ungehindert um die überraschende Besucherin kreisten, die über sein Grundstück schlenderte und sich mit seinem menschenscheuen Hund angefreundet hatte.
Wenn Clyde ihr vertraute, musste sie vertrauenswürdig sein. Tiere hatten in dieser Hinsicht einen guten Instinkt.
Das war bei der Polizeichefin natürlich nicht nötig. Wenn sie für das Außenministerium gearbeitet hatte, musste sie vertrauenswürdig sein. Um eine solche Stelle zu bekommen, musste man immerhin alle möglichen strengen Sicherheitsüberprüfungen bestehen.
Er hätte bei solchen Überprüfungen keine Chance.
Die Fehler, die er in der Vergangenheit gemacht hatte, würden ihm für den Rest seines Lebens anhaften und seine Möglichkeiten stark einschränken.
Auch die Möglichkeit, eine nette Frau kennenzulernen.
Welche anständige Frau wollte schon etwas mit ihm zu tun haben?
Eine dunkle Wolke legte sich auf ihn, obwohl die Frühlingssonne die Lichtung mit einem strahlenden Licht und einer angenehmen Wärme durchflutete.
Er biss die Zähne zusammen und schliff noch kräftiger.
Solche Gedanken taten nicht gut. Er sollte sein neues Leben lieber Tag für Tag angehen, statt sich den Kopf darüber zu zerbrechen, wie …
»Ich habe nichts gefunden. « Die Polizistin blieb ein paar Meter von ihm entfernt stehen und wischte sich die Hände ab, während sie seine Arbeit begutachtete. »An dieser Stelle haben Sie schon fast wieder alles sauber. «
Sie hatte recht. Von den Schmierereien waren nur noch schwache Spuren zu erkennen.
Zu schade, dass man die beschmutzten, rauen Flecken in einer Seele nicht genauso leicht wegschleifen konnte!
»Ja, das kriege ich wieder hin. « Wenigstens die Schuppenwand.
»Sind Sie sicher, dass Sie die zwei Vorfälle nicht offiziell anzeigen wollen?«
»Ja. Ich habe den Schaden behoben. Mein Vermieter braucht sich also nicht mit der Versicherung herumzuschlagen. «
»Wie Sie meinen. « Sie bückte sich und streichelte Clyde zum Abschied noch einmal. »Was ist mit seinem Bein passiert?«
»Keine Ahnung. Es war schon so krumm, als ich ihn fand. Aber er hat gelernt, damit umzugehen. «
»Ein kluger Hund. Mit Schicksalsschlägen richtig umzugehen, ist wichtig, um zu überleben. « Ein paar Sekunden des Schweigens vergingen. Adam hatte das Gefühl, dass sie bei diesen Worten nicht an Clyde gedacht hatte. Doch als sie sich dann aufrichtete, hatte sie ihre professionelle Miene wieder aufgesetzt. Sie zog eine Visitenkarte aus der Tasche und reichte sie ihm. »Falls Sie Ihre Meinung ändern oder wieder etwas passiert, können Sie mich jederzeit anrufen. Mach’s gut, Clyde. «
Sie winkte kurz und kehrte zu ihrem Wagen zurück. Clyde folgte ihr mit ein wenig Abstand. Als sie den Motor angelassen hatte, wendete sie auf dem Schotterweg und fuhr davon. Kurz darauf war sie zwischen den Bäumen verschwunden.
Erst als sich der Staub gelegt hatte, kehrte Clyde zu ihm zurück. Mit wedelndem Schwanz, heraushängender Zunge und dem albernen Grinsen, das ihm oft einen Hundekeks einbrachte.
»Wann hast du beschlossen, so extrovertiert zu sein? Ich dachte, dein bester Freund wäre ich?«
Clyde hockte sich auf die Hinterbeine und legte eine Vorderpfote auf Adams Bein.
Wer konnte schon diesem unschuldigen Hundeblick widerstehen?
»Entschuldigung angenommen. Komm, wir suchen etwas Leckeres für dich. «
Der Hund folgte ihm in die Hütte, verdrückte einen Keks und lief dann zu der offenen Tür zurück und schaute hinaus.
Als hoffte er, ihre Besucherin würde wiederkommen.
Daraus konnte ihm Adam keinen Vorwurf machen.
Ein weiterer Besuch von Lexie Graham wäre tatsächlich nett. Auch wenn sie die Polizeichefin war.
Aber während er die Dose mit den Hundekeksen wieder in den Küchenschrank stellte, mit dem Finger über die Visitenkarte der Frau strich und dann wieder hinausging, um die Schuppenwand weiter abzuschleifen, wurde ihm bewusst:
Dieser Gedanke war reines Wunschdenken und hatte mit der Realität genauso wenig zu tun wie die Märchen in einem Kinderbuch.
Autor/in
Irene Hannon
Irene Hannon studierte Psychologie und Journalistik. Sie kündigte ihren Job bei einem Weltunternehmen, um sich dem Schreiben zu widmen. In ihrer Freizeit spielt sie in Gemeindemusicals mit und unternimmt Reisen. Die Bestsellerautorin lebt mit ihrem Mann in Missouri.
Webseite: www.irenehannon.com
Instagram: irenehannonauthor
Facebook: Irene Hannon
Pressestimmen
Der Ex-Straftäter Adam Stone lebt bereits seit einigen Monaten in Hope Harbor, der idyllische Kleinstadt an der Küste von Oregon, als er wiederholt Opfer von Vandalismus wird. Obwohl Adam jede Begegnung mit der Polizei scheut, macht sich Polizeichefin Lexie Graham auf den Weg zu seiner außerhalb gelegenen Hütte. Bis jetzt hatten sie sich mal aus der Ferne gesehen, doch
Irene Hannon hat mit diesem Buch bereits den dritten Band abgeliefert, der in Hope Harbor spielt. Sie hat sich von Anfang an in diesen Ort verliebt, in dem Herzen heilen und die Liebe aufblüht. Und genau das erlebt der Leser auch in diesem Roman. In die zarte Annäherung zwischen Adam und Lexie mischen sich immer wieder die Stimmen der Vergangenheit und machen es den beiden oft nicht leicht, sich weiter mutig aufeinander zu zu bewegen. Mit psychologischem und seelsorgerlichem Gespür gelingt es Irene Hannon, den Leser auf eine realistische Reise der Annäherung und Heilung zu nehmen.
Mich hat dieses Buch von Anfang an total gefesselt. Ich fand die Einwände und Bedenken, die sich in Adam und Lexie einstellen, absolut realistisch und überzeugend. Deshalb kann ich dieses Buch als leichte Lektüre mit Tiefgang jedem Romantiker ans Herz legen.
Kundenstimmen
Eine Echtheits-Überprüfung der Bewertungen hat vor deren Veröffentlichung nicht stattgefunden. Die Bewertungen könnten von Verbrauchern stammen, die die Ware oder Dienstleistung gar nicht erworben oder genutzt haben.

Wie sehr kann ein Buch einen Leser erreichen und sich in ihm eingraben" Irene Hannon hat mich bisher mit jedem ihrer Bücher aus der Hope Harbor Reihe begeistert. Immer habe ich einen Roman mit einem lachenden und einem weinenden Auge beendet – etwas traurig, weil diese wunderbare Geschichte nun leider beendet ist, aber auch voller Vorfreude auf das nächste
Zunächst möchte ich meine Freude darüber ausdrücken, dass die einzelnen Teile zwar in sich abgeschlossen sind, die Figuren jedoch in den Folgebänden ihr Romanleben weiterführen dürfen. So kann man sich nach jeder beendeten Geschichte darauf freuen, die bisher involvierten Protagonisten in den weiteren Folgen aus Hope Harbor wieder zu treffen. Und das ist so schön! Ich kann sehen, dass es ihnen allen gut geht, dass und wie sich sie sich entwickeln und darf gespannt darauf sein, wie sie neu hinzukommenden Bewohnern helfen werden, ihre Sorgen zu lösen und sich in die Gemeinschaft hineinzufügen.
Gerade in dieser Geschichte ist dieser Aspekt des Zusammenhalts wichtig, denn hier handelt es sich in erster Linie nicht um eine Liebesgeschichte, auch wenn sie wie ein sanfter roter Faden durch die Geschehnisse führt. Hier geht es darum, Menschen, die Fehler gemacht haben, eine zweite Chance zu geben. So wie Adam. Adam hat früher Mist gebaut, kam ins Gefängnis, hat dort seine Strafe abgesessen, sich beruflich fortgebildet, hat auch wunderbarerweise zum Glauben gefunden. Kurzum: Er ist quasi als neuer Mensch aus dem Gefängnis herausgekommen und in „die Welt da draußen“ geworfen worden. Man kennt es, viele Menschen sehen nicht das, was ist, sondern was gesehen werden will, stempeln gerne ab und stecken andere dabei in Schubladen. So schätzt Adam auch die Hope Haborianer ein, doch er liegt damit völlig daneben.
Ja, natürlich gibt es auch hier ungemütliche Zeitgenossen, die zweifelhaft agieren, jedoch ist die breite Masse der Bewohner so, wie ich mir meine Mitmenschen wünsche – voller Wärme, Mitgefühl und Hilfsbereitschaft. Hier wird nicht mit dem Finger auf andere gezeigt, hier werden Probleme erkannt und an deren Lösung gearbeitet.
Als Adam merkt, dass seine Situation besser ist als erwartet, wachsen sein Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl – sogar so sehr, dass er selbst zum Heilsbringer für jemand wird. Wer anderen hilft, hilft auch sich selbst, und wer ein integrierter Teil einer Gemeinschaft ist, hat Herdenschutz. Auch diese Seite der Hope Haboriter schätze ich sehr und ich habe mich gefreut, dass Adam, den ich trotz seiner Vorgeschichte sehr ins Herz geschlossen habe, diese wunderbare Entwicklung durchlaufen konnte.
Dieser grandiose Ort mit seinen grandiosen Bewohnern ist leider fiktiv, jedoch zeigt die Autorin mit jedem Roman aufs Neue auf, wie ein gewinnbringendes Miteinander gelingen kann. Dazu braucht man keinen Heiligenschein, man muss einfach nur man selbst sein und die gottgegebenen Qualitäten, Talente und Fähigkeiten nutzen. Das Thema Glaube und Gottvertrauen sind angenehm, völlig unaufdringlich, überzeugend und zu Herzen gehend eingeflochten und kuscheln diese Geschichte in eine seelenwärmende Decke.
Nun freue ich mich schon auf den nächsten Teil der Reihe und bin sooo neugierig darauf zu erfahren, was rund um meine lieben alten Roman-Bekannten passieren wird.

"In diesem Mann steckt mehr, als man auf den ersten Blick sieht." (S. 59)
Eine Reihe von Vandalismusfällen, die häufig Adam Stone betreffen, führt Hope Harbors Polizistin Lexie Graham immer wieder zu dem abgelegen lebenden Ex-Sträfling. Nahe der Meeresküste lebt Adam sehr zurückgezogen in einer kleinen Hütte, wo er sich hingebungsvoll um seinen zugelaufenen Hund kümmert. Adam hat nach seiner
Unnahbar und stark wirkt auch Lexie. Hinter ihrer kühlen Fassade verbirgt sich allerdings "ein Vogel mit gebrochenen Flügeln". Seit 5 Jahren herrscht Funkstille zwischen ihr und Gott - seit dem Tod ihres Ehemannes. Ein Ehemann, der seinen Sohn nie kennenlernen durfte. Je mehr die beiden hinter ihre Fassaden schauen und ihre Vergangenheiten preisgeben, wächst die Zuneigung. Aber eine Polizistin und ein Ex-Sträfling - das ist wie Öl und Wasser. Was würden Hope Harbors Bewohner dazu sagen?
Viel Rückendeckung und einige Stupser bekommen sie vom Tacoverkäufer Charley, den man auch in den vorigen Bänden kennenlernen kann. Er ist "die gute Seele" des kleinen Küstenstädtchens, der auf mysteriöse Weise immer über alles und jeden Bescheid weiß. Es ist herzerwärmend, die Entwicklung von Lexie und Adam zu verfolgen, wie sie sich gegenseitig und Gott öffnen. Und es ist total süß, wie die beiden miteinander und zueinander sind. Sie dürfen erleben, dass sie Gott nicht gleichgültig sind und man sich Liebe bei ihm nicht verdienen muss.
Von allen drei bisher erschienen Bänden hat mir dieser am besten gefallen. Jeder Band liest sich in sich abgeschlossen. Romanfiguren aus den anderen Bänden tauchen immer mal im Hintergrund auf (abgesehen von Charley, der als wichtigste Randfigur jede Handlung aufmischt). Die Perspektiven wechseln zwischen Adam und Lexie ab, was den Protagonisten mehr Tiefe gibt durch die beschriebenen Gefühle und Gedanken.
Flott lesbare Entspannungslektüre mit ganz viel Herz!

"Kobaltblaue Tage" von Irene Hannon ist der dritte Band der wundervollen Serie rund um Hope Harbor.
Adam Stone ein ehemaliger Sträfling und Lexie Graham die Polizistin begegnen sich als jemand die Hütte in der Adam arbeitet beschädigt. Später wird auch noch sein Hund Clyde, an dem er sehr hängt, schwer verletzt aufgefunden. Lexie nimmt sich dieser mysteriösen Zwischenfälle an. Alle
Besonders gut gefiel mir der Zusammenhalt in der Gemeinde, deren Mitglieder in menschlicher Weise bestens füreinander da sind. Die christliche Botschaft zieht sich wie ein goldener Faden durch die ganze Geschichte. Vergebung, Hoffnung und Neuanfang sind einige der wesentlichen und wertvollen Themen dieses angenehmen, christlichen Romans. Besonders schön ist zu lesen wie sich der Junge Brian, der auf die schiefe Bahn geriet, ändert weil man sich für ihn viel Zeit nahm und ihm die wahren Werte zeigte für die es sich im Leben lohnt zu kämpfen.
"Kobaltblaue Tage " ist der erste Roman dieser Autorin für mich. Mir gefielen der leicht verständliche Schreibstil und die Charaktere die authentisch ausgeformt und sehr vielfältig angelegt sind. Die zentralen Botschaften der Geschichte sind wertvoll und in iher Präsentation äußerst interessant gestaltet.
Ich kann diesen Roman jedem wärmstens empfehlen der christliche Romane mit Substanz gerne liest.
Einen herzlichen Dank an den Francke Verlag für das wunderschöne Buch.

Als Chief Lexie Graham zum abgelegenen Haus von Adam Stone kommt, will sie eigentlich nur nach Spuren des Vandalismus, der Hope Harbor erschüttert, suchen. Und Adam steht auch nicht der Sinn danach einer Polizistin zu begegnen. Doch als Lexie Adam bittet einem Jungen zu helfen, der sonst auf die schiefe Bahn gerät, kommen die Beiden sich näher. Doch kann
Durch das schöne Cover: eine Bucht mit Felsen im Abendlicht, wurde ich auf das Buch aufmerksam. Bisher hatte ich noch kein Buch von Irene Hannon gelesen und war neugierig auf die Geschichte. „Kobaltblaue Tage“ ist zwar der 3. Teil der Hope Harbor-Serie, ist aber in sich abgeschlossen und lässt sich gut als 1. lesen.
Von Beginn an zieht die Geschichte in ihren Bann, ist mal leise und voller wichtiger Gedanken, dann kommen wieder humorvolle Wortwechsel.... Die Charaktere sind gut ausgearbeitet. Da hat mir Adam besonders gut gefallen. Er, der eine schwere Kindheit hatte und nach falschen Entscheidungen im Gefängnis war, hat sein Leben komplett verändert und hilft, meist still und leise, wo er nur kann. Und dennoch lebt er einsam, hat kein Selbstwertgefühl, glaubt nicht, dass die Anderen ihn mögen. Für den jungen Brian aber ist er die Rettung, denn er kann ihm aus eigenem Erleben sagen, was passiert, wenn man falsche Entscheidungen trifft. Auch Lexie hat es nicht leicht. Nach dem Verlust ihres Mannes kehrte sie in die Heimatstadt zurück, erzieht ihren Sohn allein, bzw. mit Hilfe ihrer Mutter. Im Job sorgt sie für Ruhe und Ordnung in dem Städtchen und es beschäftigen sie die häufigen Fälle von Vandalismus. Für eine neue Liebe bleibt ihr da nur wenig Zeit. Und doch kann sie die Anziehungskraft nicht leugnen und ist bereit für die Liebe zu kämpfen.
Auch die „Nebendarsteller“ wie Taco-Verkäufer Charley, der immer zur richtigen Zeit auftaucht und Sätze sagt, die zum nachdenken anregen, Lexies Mutter und Sohn Matt, Brian und seine Mutter, Luis und die beiden Pfarrer sind sehr sympathisch.

Der dritte Band "Kobaltblaue Tage" der Serie "Hope Harbor" von Irene Hannon führt den Leser/die Leserin zur Hütte von Adam Stone, einem Ex-Sträfling, der nach seiner Entlassung nach Hope Harbor gezogen ist.
Hier trifft ihn und seinen Hund Clyde Chief Lexie Graham. Einige Vorfälle von Vandalismus, zu deren Opfern auch Adam Stone gehört, führen die beiden erneut zusammen. Dank der
Auch der dritte Band, der in sich geschlossen ist und unabhängig von den ersten beiden Bänden gelesen kann, ist ein gelungener, christlicher und romantischer Roman der Autorin Irene Hannon. Der Schreibstil der Autorin liest sich sehr gut, ernste, nachdenklich Gedanken wechseln sich mit witzigen Wortwechseln ab. Die Spannung baut sich nicht nur wegen der romantischen Beziehung zwischen den beiden Hauptprotagonisten auf, sondern auch in Folge der Ermittlungen hinsichtlich des Kriminalfalles. Die Charaktere der Darsteller/innen sind gelungen und realistisch aufgebaut. Wer die ersten beiden Bände kennt, kann sich darauf freuen, bekannte Persönlichkeiten der Geschichten wiederzutreffen. Mich hat beeindruckt mit welcher Sensibilität die Autorin die Gefühle insbesondere von Adam Stone darstellt, der versucht Anschluss an die Gesellschaft zu finden und gleichzeitig immer wieder davor zurückschreckt, weil er meint, es nicht wert zu sein. Für mich entscheidend ist der christliche Glaube, der auch hier wieder Grundlage des Geschehens ist und viele Aspekte zum Nachdenken bietet. Ein gelungener Roman, der mich begeistert hat und den ich gerne weiterempfehle. Ich freue mich schon auf einen neuen Band aus dieser phantastischen Serie.

Zum Inhalt:
Als Chefin der Polizei erfährt Lexie Graham von dem Vandalismus, der Hope Harbor heimgesucht hat. Besonders die Hütte von dem Ex-Straftäter Adam Stone soll betroffen sein. Da sie keine Meldung erhalten hat, fährt sie persönlich dorthin.
Dank der Einmischung eines beliebten Taco-Verkäufers kommen sich die Beiden näher. Aber, Beide haben Bedenken bzgl. des Vorlebens von Adam und der gesellschaftlichen
Fazit:
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und gut lesbar.
Die Charaktere der Protagonisten sind authentisch dargestellt.
Die Spannungen bauen sich gut auf und lassen den Leser nachdenken.
Man kann sagen, daß die Worte Glaube, Hoffnung und Liebe in diesem Buch Anwendung finden und somit die Protagonisten ihre zweite Chance im Leben verwirklichen konnten.
Der Roman hat mir gefallen, so daß ich ihn gerne weiter empfehle!

Hope Harbor - ein Neuanfang im Hafen der Hoffnung!
"Sie wohnen in Hope Harbor. Und für den Fall, dass Sie das noch nicht bemerkt haben sollten: Wir kümmern uns umeinander!"
Als die Polizeichefin von Hope Harbour auf einen Fall von Vandalismus hingewiesen wird, sucht sie die einsam gelegene Hütte des Geschädigten auf. Adam Stone ist ehemaliger Strafgefangener, er gilt als Einzelgänger
Mit großer Freude und Begeisterung blickte ich dem Erscheinen dieses dritten Bandes der Hope-Harbor-Reihe entgegen. Irene Hannon konzentriert sich im vorliegenden Buch zwar auf einen neuen Protagonisten und einige neue Nebenfiguren, man begegnet jedoch zugleich auch bekannten Gesichtern aus den Vorgängerbüchern. Während Lexie Graham auf eine behütete Kindheit voller Liebe und Wärme zurückblickt und sich im Schoße der kleinen Gemeinschaft Hope Harbors geborgen fühlt, führte Adam Stone ein entbehrungsreiches Leben, er wurde stets von allen abgelehnt, sein Herz und seine Seele sind verletzt. Der Kontakt mit dem Gefängnisseelsorger Pastor Baker veränderte nicht nur Adams geistliches Leben, er führte ihn auch in die Heimatgemeinde des Priesters, nach Hope Harbor. Die Autorin verstand es, die inneren Zweifel und die Sehnsucht nach Anerkennung ihres Protagonisten, aber auch Lexies Aufarbeitung der Vergangenheit, auf äußerst gefühlvolle und berührende Art und Weise darzustellen. Lexies Leben wird von Arbeit und Mutterschaft bestimmt, sie lebt mit ihrem fünfjährigen Sohn Matt bei ihrer Mutter. "Ihr Leben ist einfach, sicher, vorhersehbar, ohne besondere Vorkommnisse. Es ist perfekt. Und einsam."
Unter den zahlreichen Nebenfiguren befindet sich auch mein ganz persönlicher Favorit dieser Buchreihe: der philosophische Taco-Koch und erfolgreiche Künstler Charley Lopez als herausragendes Beispiel eines klugen, charmanten, liebevollen und von großem Gottvertrauen erfüllten Menschen. Seine dezenten, aber unmissverständlichen Ratschläge zeugen von Weisheit und Menschenkenntnis. Im vorliegenden Fall ebnet Charley den Weg für eine Vertiefung der Bekanntschaft zwischen den Protagonisten dieses Buches. Durch Brenda Hutton, einer vom Leben enttäuschten Frau, und ihren fünfzehnjährigen Sohn Brian, werden zwei weitere wichtige Figuren in die Handlung eingebracht. Der orientierungslose, von Wut und Hass erfüllte Junge wendet sich falschen Freunden zu und gerät mit dem Gesetz in Konflikt. Adam und Lexie werden zu Schlüsselfiguren für Brians zukünftiges Leben - doch die Entscheidung, welche Richtung er einschlagen wird, muss er letztendlich selber treffen. Für großes Amüsement sorgten auch in diesem Band die biblischen Wortgefechte der beiden liebenswerten Priester Pater Murphy und Pastor Baker. Zu meiner Freude taucht auch der kubanische Flüchtling Luis Dominguez in einer Nebenrolle auf, als echter und aufrichtiger Freund ist er um das Wohlergehen von Adam besorgt. Nicht zuletzt hat es der tierische Protagonist Clyde geschafft, sich schnurstracks einen Weg in mein Herz zu bahnen. Adams vierbeiniger misshandelter Gefährte, den er schwer verletzt gefunden und gerettet hat, bereichert die Handlung als absolut liebenswerter Begleiter, der trotz seiner furchtbaren Erfahrungen mit Menschen auf behutsame und liebevolle Annäherung reagiert.
Die exzellente Charakterzeichnung der handelnden Figuren äußert sich durch hohe Authentizität und die emotionale Einbeziehung des Lesers. Diese akribische und liebevolle Darstellung der Hauptfiguren wird auch den Nebenfiguren zuteil. Der Autorin ist ein sehr einnehmender Schreibstil zu eigen, sie versteht es vortrefflich, die Beweggründe und Emotionen ihrer Figuren zum Ausdruck zu bringen. Ich habe mich ebenso wie die Autorin unsterblich in diese idyllische Kleinstadt an der Küste von Oregon verliebt. Die starke Gewichtung auf den christlichen Glauben und die Einbindung gewichtiger Themen wie Schuld und Vergebung rundeten diese Geschichte ab und machten das Buch zu einem ganz großen Lese-Highlight.
Fazit: "Kobaltblaue Tage" ist ein würdiger Fortsetzer der Reihe um den malerischen Küstenort, ein großartiges Buch einer meiner liebsten christlichen Autorinnen. Der wundervolle Schreibstil, die tiefen Emotionen im Buch, der hohe Stellenwert des christlichen Glaubens und die hervorragend charakterisierten handelnden Figuren bescherten mir ein Lesevergnügen der ganz besonderen Art. Ich kann diese Lektüre, die mir ausgezeichnet gefallen hat, uneingeschränkt weiterempfehlen und freue mich unbändig auf weitere Abenteuer in Hope Harbor.

"Kobaltblaue Tage" ist ein Roman von Irene Hannon der in der fiktiven Stadt Hope Harbor spielt. Ich kenne die Vorgänger Bände nicht, bin aber gut in die Geschichte hinein gekommen. Im Mittelpunkt steht die Polizeichefin des Ortes, Lexie Graham, die bei Ermittlungen den Sonderling und ehemaligen Gefängnisinsassen Adam Stone kennen lernt und sich in ihn verliebt. Doch ist eine

"Kobaltblaue Tage" von Irene Hannon ist der dritte Band der wundervollen Serie rund um Hope Harbor.
Adam Stone ein ehemaliger Sträfling und Lexie Graham die Polizistin begegnen sich als jemand die Hütte in der Adam arbeitet beschädigt. Später wird auch noch sein Hund Clyde, an dem er sehr hängt, schwer verletzt aufgefunden.
Lexie nimmt sich dieser mysteriösen Zwischenfälle an. Alle Hinweise
Die Protagonistin Lexie Graham ist eine verantwortungsvolle Polizeichefin, die einen kleinen Sohn Matt hat und bei ihrer patenten Mutter wohnt. Über ihre Vergangenheit spricht sie nicht denn für sie ist diese Zeit ihres Lebens äußerst schmerzlich. Einzig Adam schaffte es, dass sie ihm alles anvertrauen konnte.
Adam Stone beginnt ein neues Leben in Hope Harbor. Im Gefängnis bekehrte er sich zu Gott und verpasst auch nie einen Gottesdienst. Er kümmert sich mehr als rührend um seinen Hund Clyde, der für ihn sein einziger Freund ist. Beiden wurde im Leben übel mitgespielt, doch es scheint, dass beide nun eine neue und gute Chance bekommen, die sie gerne ergreifen möchten. Lexie sieht in ihm ein sehr verletztes Herz und eine gute Seele.
Charley, der Tacoverkäufer ist eine geradezu magische Figur, denn fast scheint es er könne Gedanken lesen. Im genau richtigen Augenblick gibt er den Menschen Tipps und streut Gedanken, die in bestem Sinne positiv nachdenken lassen.
Besonders gut gefiel mir der Zusammenhalt in der Gemeinde, deren Mitglieder in menschlicher Weise bestens füreinander da sind. Die christliche Botschaft zieht sich wie ein goldener Faden durch die ganze Geschichte. Vergebung, Hoffnung und Neuanfang sind einige der wesentlichen und wertvollen Themen dieses angenehmen, christlichen Romans.
Besonders schön ist zu lesen wie sich der Junge Brian, der auf die schiefe Bahn geriet, ändert weil man sich für ihn viel Zeit nahm und ihm die wahren Werte zeigte für die es sich im Leben lohnt zu kämpfen.
"Kobaltblaue Tage " ist der erste Roman dieser Autorin für mich. Mir gefielen der leicht verständliche Schreibstil und die Charaktere die authentisch ausgeformt und sehr vielfältig angelegt sind. Die zentralen Botschaften der Geschichte sind wertvoll und in iher Präsentation äußerst interessant gestaltet.
Ich kann diesen Roman jedem wärmstens empfehlen der christliche Romane mit Substanz gerne liest.
Einen herzlichen Dank an den Francke Verlag für das wunderschöne Buch.

Adam Stone hat einen langen Gefängnisaufenthalt hinter sich und lebt mit seinem Hund Clyde etwas abgeschieden in einer Hütte in Hope Harbour. Mit der Polizei möchte Adam am liebsten gar nichts zu tun haben, aber einige Vandalismusfälle lassen Chief Lexie Graham vor seiner Haustür erscheinen. Mit Hilfe von Taco-Verkäufer Charlie haben Lexie und Adam schnell einen gewissen Draht zueinander,
Irene Hannon hat mit "Kobaltblaue Tage" den dritten Teil ihrer Hope-Harbour-Serie vorgelegt, der den Vorgängern an Tiefe und Einfühlungsvermögen in nichts nachsteht und den Leser mit seinem wunderschönen, berührenden und flüssig-leichten Erzählstil schnell in seinen Bann zieht. Schnell lebt der Leser sich wieder in der kleinen Gemeinschaft von Hope Harbour ein, lässt sich gedanklich eines von Charleys Spezialtacos schmecken und beobachtet still und heimlich die neu geknüpften zarten Bande zwischen Adam und Lexie. Behutsam und berührend legt die Autorin nach und nach die Schicksalsschläge ihrer Protagonisten offen, während gleichzeitig einige Unruhe in der kleinen idyllischen Ortschaft stattfindet. Auch das Miteinander der Ortsgemeinschaft wird sehr schön dargestellt, da kümmert sich jeder um jeden, bietet Hilfe an, wenn sie benötigt wird. Die Autorin hat ein geschicktes Händchen dafür, mehrere kleine Geschichten zu einer großen zu verweben, die mitten in das Herz und in die Seele des Lesers treffen und gleichzeitig einiges an Spannung enthalten.
Auch der christliche Aspekt ist hier wunderbar in die Handlung eingefügt. Hier geht es darum, sich selbst zu verzeihen, um Hoffnung und vor allem darum, den christlichen Gedanken zu leben, indem man die Menschen so annimmt, wie sie sind und das Wort Gemeinschaft gelebt wird, also Hilfe und Unterstützung spendet, wo sie von Nöten ist.
Bei den Charakteren trifft man neben neuen Protagonisten auch alte Bekannte wieder. Allesamt sind liebevoll und einfühlsam ausstaffiert mit Ecken und Kanten und individuellen Schicksalen, die den Leser berühren und zum Mitfühlen und "hoffen animieren. Adam ist ein Mann, der für einen Fehler lange gebüßt hat und nun ins normale Leben zurückfinden muss. Er lebt zurückgezogen, ist eher scheu und besitzt nicht viel Selbstvertrauen, doch gleichzeitig ist er hilfsbereit und voller Hoffnung, endlich ein normales Leben führen zu dürfen. Lexie ist für Recht und Ordnung in Hope Harbour zuständig. Sie leidet unter Schuldgefühlen und braucht einige Zeit, um aus sich herauszukommen und sich wieder einer neuen Liebe zuzuwenden. Charley ist wie ein Orakel, er sieht Dinge, bevor sie passieren und bringt die Menschen unauffällig zusammen, die sich seiner Meinung nach etwas zu geben haben. Aber auch Protagonisten wie Brian, Luis und auch Lucas tragen zur rundum gelungenen Handlung bei.
"Kobaltblaue Tage" ist ein Buch, das mit seiner Geschichte mitten ins Herz des Lesers trifft. Freundschaft, Liebe, alte Geheimnisse und vor allem das Miteinander in einem kleinen Ort lässt die Lektüre kurzweilig werden, stimmt aber auch nachdenklich. Absolute Leseempfehlung!

Zweite Chancen in Hope Harbor
Hope Harbor, Band 3: Die erste Begegnung von Chief Lexie Graham und Adam Stone hat trotz des unerfreulichen Anlasses Gefühle entstehen lassen, die weder von Lexie, der Polizeichefin und alleinerziehenden Mutter, noch von Adam, einem Ex-Straftäter, erwünscht sind. Als Lexie einen der Verursacher der Vandalenakte in Hope Harbor erwischt, bittet sie Adam um Hilfe,
Erster Eindruck: Mir gefällt das Cover sehr gut - ich mag Landschaftsbilder in Verbindung mit Wasser sehr, hier gefallen mir insbesondere der Lichteinfall und die Wellen, ebenso wie die Farbgebung.
Dies ist Band 3 einer Reihe, kann aber unabhängig von den Vorgängerbänden gelesen werden. Ich habe mich sehr gefreut, wieder in Hope Harbor zu sein und es zu einem Wiedersehen mit meiner Lieblingsfigur Charley Lopez, dem Künstler und Taco-Verkäufer, kam. Wie er jeweils Situationen erfasst und dann das Richtige sagt, ist verblüffend!
Es ist gleich spürbar, dass die Protagonisten einiges durchgemacht haben müssen. Was genau hat Adam getan, dass er dafür so lange ins Gefängnis kam" Wie hat ihn das Gefängnis verändert" Es ist berührend, wie ihm sein Hund "Clyde" am Herzen liegt - auch sein vierbeiniger Gefährte scheint Schlimmes durchgemacht zu haben. Es ist tragisch, dass der Hund bei einem Vandalenakt verletzt wurde. Und Chief Lexie" Sie war früher im Dienst des Aussenministeriums "an irgendeinem Brennpunkt auf der anderen Seite der Erde" - das klingt ziemlich mysteriös. Was ist dort passiert" Was ist mit ihrem Mann passiert" Die Liebe zu ihrem Sohn Matt und Mutter Annette ist sehr gut spürbar.
Schön, dass es auch ein Wiedersehen mit Luis (aus Band 2) gab. "Man muss den Menschen manchmal die Gelegenheit geben, den Glauben, den sie sonntags bekennen, im Alltag zu praktizieren." Diese Aussage von Luis hat mir sehr gefallen, mich aber auch nachdenklich gemacht, denn schliesslich sollte der Glaube ja wirklich nicht nur sonntags in der Kirche gelebt werden. Adam will Lexies Vorschlag, den jugendlichen Verursacher der Vandalenakte unter seine Fittiche zu nehmen, ablehnen. Doch dann muss er daran denken, wie das Leben für ihn selbst ganz anders hätte verlaufen können, wenn in seiner Jugend ein Erwachsener für ihn dagewesen wäre, an ihn geglaubt und ihn unterstützt hätte. Da auch der zuständige Sozialarbeiter die Idee gut findet, will Adam es versuchen. Er muss sich in vielen Dingen aus seiner Komfortzone wagen. Auch Lexie muss ihre Komfortzone verlassen und sich ihren Gefühlen stellen.
Meine beiden Lieblingszitate:
- "Nicht jede Veränderung ist schlecht. Einige Veränderungen tun gut. Aber wir erkennen Möglichkeiten erst, wenn wir für sie offen sind." (Charley zu Lexie)
- "Gewohnheiten sind bequem und manchmal schwer zu überwinden. Aber du hast es geschafft, dir ein neues Leben aufzubauen." (Charley zu Adam)
Es ist ein Buch über Hoffnung, den Glauben und zweite Chancen. Wie gewohnt hat sich das Buch flüssig lesen lassen und mich immer wieder nachdenklich gemacht. Von mir gibt es 5 Sterne und ich freue mich auf den nächsten Band.
Kundenstimme schreiben
Empfehlungen





