Kundenstimmen
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20.04.2026Simone 
Ein Roman, der ganz anders erzählt wird als gewohnt – und genau darin liegt seine Stärke, aber auch seine größte Herausforderung.
„Die Worte, die ich niemals schrieb“ besteht ausschließlich aus Briefen. Für mich war das zunächst ungewohnt und ehrlich gesagt auch anstrengend. Es braucht Zeit, sich in diese Form einzufinden, denn vieles bleibt unausgesprochen, zwischen den Zeilen verborgen. Man wird
nicht „an die Hand genommen“, sondern muss sich die Geschichte selbst zusammensetzen.
Im Mittelpunkt steht Johanna Berglund, eine hochbegabte Studentin mit großen Träumen: Nach ihrem Studium möchte sie nach Oxford, um sich mit altenglischen Schriften und Tragödien zu beschäftigen. Doch das Leben durchkreuzt ihre Pläne. 1944 wird sie während des Krieges nach Minnesota in ein Kriegsgefangenenlager berufen – als Übersetzerin für deutsche Gefangene. Widerwillig kehrt sie in ihre Heimatstadt zurück, einen Ort, den sie eigentlich hinter sich lassen wollte.
In ihren Briefen an ihren besten Freund Paul schildert Johanna ihren inneren Kampf: den Widerstand gegen diese Aufgabe, den anfänglichen Hass – und schließlich die leise Veränderung. Denn je mehr sie die Briefe der Gefangenen liest und zensiert, desto mehr erkennt sie: Hinter den „Feinden“ stehen Menschen mit Gefühlen, Sehnsüchten und Geschichten. Diese Entwicklung gehört zu den stärksten Aspekten des Buches.
Auch ihr persönliches Umfeld gewinnt an Tiefe: Ihr Vater, der Bürgermeister, ist stark in die Geschehnisse eingebunden, während ihre Mutter lange im Hintergrund bleibt. Erst durch Johannas Rückkehr wird sichtbar, wie viel Stärke und Handlungsfähigkeit in ihr steckt – eine leise, aber berührende Entwicklung.
Besonders spannend ist auch der Briefwechsel mit Peter, einem japanischen Einwanderer und Ausbilder an einer Kriegsschule. Mit ihm teilt Johanna ihre Gedanken, Zweifel und Fragen. Als Peter schließlich selbst in den Krieg zieht und die Briefe seltener werden, trifft sie das spürbar – und man merkt, wie sehr diese Verbindung ihr Halt gegeben hat.
Die Atmosphäre im Ort ist geprägt von Angst und Ablehnung gegenüber den deutschen Gefangenen, die gleichzeitig in der Landwirtschaft helfen müssen. Johanna versucht, Brücken zu bauen und Missverständnisse abzubauen – ein Prozess, der dem Roman eine leise Hoffnung verleiht.
Gegen Ende nimmt die Geschichte noch einmal an Spannung zu: Johanna gerät selbst unter Verdacht und wird in einen Zusammenhang mit den Gefangenen und möglichen Straftaten gebracht. Die Handlung bleibt bis zum Schluss dramatisch und offen genug, um nachzuwirken.
Und doch: So beeindruckend die Themen und Entwicklungen sind, so schwer fiel es mir persönlich, wirklich in das Buch einzutauchen. Ich hätte mir mehr unmittelbare Nähe gewünscht, mehr „Menschlichkeit“ zwischen den Zeilen.
Fazit:
Ein ungewöhnlicher, anspruchsvoller Roman über Menschlichkeit im Krieg, Vorurteile und innere Veränderung. Wer die Briefform mag und sich auf ein eher nüchtern erzähltes, zwischen den Zeilen wirkendes Buch einlassen kann, wird hier viel entdecken.
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18.04.2026Esther M. 
„Die Worte, die ich niemals schrieb“ ist ein (Brief-)Roman der besonderen Art und hat mich sehr begeistert – nicht zuletzt wegen seiner herrlich wortgewandten, witzigen und selbstironischen Hauptfigur.
Im Mittelpunkt des Romans, der ausschließlich aus Briefen, Zeitungsartikeln, Telegrammen und anderen Schriftstücken besteht, stehen die Linguistikstudentin Johanna Berglund und ihr Freund Peter Ito. Sie wird im Jahr 1944 mehr oder
weniger gezwungen, als Übersetzerin in einem Lager für deutsche Kriegsgefangene zu arbeiten, ganz in der Nähe ihres Heimatorts. Er ist als Ausbilder für japanisch-stämmige Soldaten tätig, die man als Übersetzer in Übersee einsetzen will. Über einen Zeitraum von 14 Monaten schreiben sie sich (fiktive) Briefe, in denen sich die ganze Dramatik der letzten anderthalb Jahre des Zweiten Weltkriegs widerspiegelt. Beide geraten in den Verdacht, mit dem Feind zusammenzuarbeiten und müssen sich entscheiden, auf welcher Seite sie stehen, als die Ereignisse sich zuspitzen ...
Für mich war dieser besondere Roman ein Lesehighlight! Es ist kein typischer historischer Liebesroman, aber das machte für mich seinen Reiz aus. Die Geschichte entfaltet sich langsam, man braucht etwas Geduld und die Bereitschaft, zwischen den Zeilen zu lesen, aber am Ende – und auch schon dazwischen – wird man belohnt. Ich habe beim Lesen immer wieder herzhaft gelacht und mit den Hauptfiguren mitgefiebert. Auch den historischen Hintergrund, über den man sich auf der Website der Autorin informieren kann, fand ich sehr interessant.
Erst später fiel mir auf, dass ich bereits ein Buch von Amy Lynn Green gelesen hatte – „Der Club der Bücherfreundinnen“. Doch dieser vorliegende zweite auf Deutsch veröffentlichte Roman hat mir besser gefallen und ist perfekt für Leserinnen historischer Romane, die mal was anderes lesen wollen. Auch der christliche Glaube kommt nicht zu kurz: Johanna ringt lange mit Gott und der Frage nach dem „Warum“, da ein Mensch, der ihr nahestand, im Krieg gestorben ist. Dieser Konflikt zieht sich durch das Buch und wird am Ende glaubhaft „gelöst“.
Von mir bekommt dieser tolle Roman die Bestnote!
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12.04.2026Kristina 
Anders als erwartet – ein interessanter Roman in Briefform
Minnesota, 1944: eine Kleinstadt in ländlicher Gegend, ein Lager für deutsche Kriegsgefangene, das schon im Vorfeld für Diskussionen und Ablehnung sorgt... Als man im Lager eine Übersetzerin, die gut Deutsch kann, braucht, scheint Linguistikstudentin Johanna Berglund die geeignete Person dafür und so kehrt die junge Frau unfreiwillig in ihre Heimatstadt zurück.
Die Arbeit im Lager, aber auch die Stimmung in der Stadt stellen Johanna vor viele Herausforderungen, besonders als sie beginnt, sich für die Gefangenen einzusetzen.... Wie gut, dass Jo mit ihrem Freund Peter in regen Briefwechsel steht und ihm von Alltäglichem und Besonderem berichten und ihre Gedanken mit ihm teilen kann.
Auf diesen Roman bin ich durch das gelungene Cover, das gut zum Inhalt passt, aufmerksam geworden. Ebenso hat mich der Klappentext angesprochen. Allerdings war ich überrascht, dass es sich im Buch ausschließlich um Briefe, Zeitungsartikel und Notizen handelt. Das hat mir das Lesen schwer gemacht, da mein Lesefluss immer wieder unterbrochen wurde und ich die verschiedenen Absender und Empfänger erst einordnen musste. So war ich mehrfach kurz davor, das Buch beiseite zu legen.
Interessant ist der intensive Briefwechsel zwischen Johanna und Peter. So lernt man Johanna sehr gut kennen, erlebt ihre inneren Kämpfe und die Veränderung ihrer Einstellungen gut mit. Mir persönlich ist Jo und ihre oft schroffe Art aber bis zum Ende des Romans fremd geblieben und ich war eher Beobachter. Sympathisch war mir Peter, der sich trotz eigener Herausforderungen immer Zeit für Johanna genommen hat und ihr manch vorsichtigen Rat gab. Auch Pastor Sorenson war ein guter Ansprechpartner für Johanna. Interessant fand ich über die Situationen im Lager und über die deutschen Kriegsgefangenen zu lesen...
Wer gern Romane in ungewohnter Form und mit herausfordernder Thematik mag, dem sei „Die Worte, die ich niemals schrieb“ empfohlen.
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10.04.2026Sara 
„Anders, intensiv, ausdrucksstark“
Der Roman „Die Worte, die ich niemals schreib“ von Amy Lynn Green ist ganz anders als andere Erzählungen, denn er ist nur aus Briefen, Zeitungsartikeln und Notizen aufgebaut. Er beschreibt die Geschichte der jungen, außergewöhnlichen Amerikanerin Johanna Berglund, die während des 2. Weltkriegs zurück in ihre Heimatstadt reisen muss, um dort in einem Kriegsgefangenenlager für Deutsche als
Übersetzerin zu arbeiten. Dass sie die nötigen Voraussetzungen dafür mitbringt, merkt man relativ schnell an ihren Worten voller Intelligenz, Humor und doch auch Eigenartigkeit. Die häufigsten Briefwechsel sind zwischen ihr und ihrem Freund Peter, der Amerikaner mit japanischen Wurzeln ist, zu finden.
Die Arbeit im Kriegsgefangenenlager gestaltet sich anders als erwartet, denn die Herausforderungen dort stellen Johanna vor die Wahl, hinter die Masken und Uniformen zu blicken und dabei auf zutiefst Menschliches zu stoßen, selbst in den Reihen der Feinde. Die Briefe steigern sich bis zu der Frage, wo Menschlichkeit aufhört, und Landesverrat beginnt. Die Autorin greift in diesem Roman wertvolle Themen wie Vergebung und Mut auf und das auf eine ganz intensive Art und Weise.
Ich muss ehrlich sagen, dass ich es anfangs schwer hatte, in die Geschichte einzusteigen, weil es mein erstes Buch war, das lediglich aus Briefen und Artikeln besteht. Da hat mir manchmal der Elan gefehlt, dranzubleiben. Aber die Autorin benutzt solch ausdrucksstarken Worte, die Briefe sind so wunderbar miteinander verknüpft, enthalten so viele humorvolle und auch spannende Stellen, dass ich unbedingt wissen wollte, wie die Geschichte ausgeht. Es ist ein außergewöhnliches Werk, das ich gerne weiterempfehlen möchte.
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08.04.2026bibliothek.auf.dem.land 
Ein so ganz anderes Buch als man gewohnt ist, denn es besteht nur aus Briefen, Zeitungsartikeln und Notizen.
Johanna Berglund, eine resolute Frau, die kein Blatt vor den Mund nimmt kommt als Übersetzerin in ein deutsches Kriegsgefangenenlager in ihrer alten Heimatstadt. Erst voller Vorurteile, doch je mehr sie sich mit den Gefangenen befasst, stellt sie fest, dass es Menschen sind
wie du und ich. Kann man ihnen deshalb genauso vertrauen wie den eigenen Landsleuten?
Wie gut, dass Johanna ihrem japanischen Freund Peter immer ihr Herz ausschütten kann. Wann werden sie sich endlich wiedersehen?
Vorab möchte ich erwähnen, dass ich ein Buch in dieser Form noch nicht gelesen habe. Der Leser muss sich schon sehr konzentrieren, um dem Verlauf zu folgen.
Leider wurde ich bis zum Schluss mit Johanna, der Hauptprotagonistin nicht warm. Sie war mir zu respektlos anderen gegenüber und zu viel von sich selbst überzeugt.
Gott und der christliche Glaube wurden oft ins lächerliche gezogen, was mich beim Lesen sehr geschmerzt hat.
Schön fand ich die ermunternden Worte des Pastors und das ihr Freund Peer sie öfter zurecht gewiesen hat.
Hervorheben möchte ich Johannas wandelnde Einstellung den Gefangenen gegenüber und das sie es geschafft hat, ihnen eine Stimme zu geben. So konnten sie zeigen, dass die Menschen mit Gefühlen und einer Geschichte sind.
Es wurden Filme und Götter erwähnt, die ich nicht kannte, was den Lesefluss gestört hat.
Wer Bücher in Briefform liest, wird es bestimmt mögen.
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04.04.2026Jana 
„Die Worte, die ich niemals schrieb“ ist ein Roman mit einer Erzählweise, die ich so zuvor noch nicht kannte. Für mich war diese Form ganz neu. Das Buch besteht aus zahlreichen Briefen, Zeitungsartikeln, Telegrammen und Notizen verschiedener Personen, darunter auch von der Hauptprotagonistin Johanna Berglund.
Diese Erzählform fand ich zwar spannend, gleichzeitig aber auch sehr herausfordernd. Der Lesefluss ist nicht
durchgehend flüssig, sondern wird durch die vielen Briefe immer wieder unterbrochen. Dadurch fiel es mir teilweise schwer, den Überblick zu behalten.
Gut gefallen hat mir jedoch, dass unterschiedliche Schriftarten verwendet wurden. Dadurch konnte man die Texte oft direkt den einzelnen Personen zuordnen.
Die angesprochenen Themen sind sehr wichtig: Es geht um Mut, Glaube, Vorurteile und die Macht der Worte.
Auch das Cover ist schön gestaltet, und der Titel macht neugierig.
Zum Schmunzeln gebracht haben mich die Sprichwörter, die in einigen Kapiteln genannt und anschließend Wort für Wort ins Englische übersetzt wurden. Das fand ich sehr unterhaltsam.
Das Ende kam für mich allerdings etwas überraschend und wirkte recht abrupt.
Trotzdem fand ich es spannend, einmal diese besondere Art von Buch zu lesen.
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30.03.2026Regina 
Sehr besondere Erzählweise
Dies ist das erste Buch, dass ich von Amy Green gelesen habe und es hat mich auf eine positive Art und Weise sehr überrascht.
Als ich angefangen habe die ersten Seiten des Buches zu lesen, war ich zuerst verwundert, dass die Geschichte nur durch Briefe, Zeitungsartikel und niedergeschriebene Notizen erzählt wurde. In dieser Form habe ich noch
kein Buch gelesen.
Ich persönlich musste mich erst mal an diese Erzählweise gewöhnen, aber nachdem ich in die Geschichte eingetaucht bin, bin ich nur so durch die Seiten geflogen. Es war sehr spannend der Geschichte aus so vielen Sichtweisen zu folgen. Dadurch konnte ich einige Gefühle und Handlungen viel besser nachvollziehen.
Der Schreibstil ist einfach und packend, er hat mich persönlich viele Emotionen durchleben lassen und es hat mich selber überrascht, wie sich mein Denken in Bezug auf die Kriegsgefangenen geändert hat.
Fazit: Ein sehr packender Roman, der einen sehr zum Nachdenken bringt. Ich hätte gerne noch mehr von Johanna, Peter, den Kriegsgefangenen und den Menschen aus ihrer Heimatstadt gelesen. Ich kann das Buch sehr empfehlen.
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23.03.2026Märchens Bücherwelt 
Der Roman umfasst den Zeitraum von Januar 1944 bis März 1945 und entfaltet seine Handlung ausschließlich über Briefe, Zeitungsartikel, Notizen und Korrespondenzen. Auf diese Weise erschließt sich dem Leser nach und nach, warum die Linguistikstudentin Johanna Berglund ihre Aufzeichnungen einem Anwalt übergibt und weshalb sie angeklagt ist. Diese ungewöhnliche Erzählform wirkt zunächst raffiniert und hebt sich interessant von klassischen
Darstellungen dieser Epoche ab.
Gleichzeitig erweist sich genau diese Struktur als Herausforderung: Die Vielzahl an Perspektiven und Dokumenten erschwert es, den Überblick zu behalten und ein zusammenhängendes Bild zu entwickeln. Der häufige Wechsel unterbricht den Lesefluss, sodass man sich immer wieder neu orientieren muss. Dadurch entsteht stellenweise ein sprunghaftes Leseerlebnis, das auch ermüdend wirken kann.
Im Zentrum steht Johanna, die in einem Kriegsgefangenenlager als Übersetzerin tätig ist, Unterricht gibt und Briefe zensiert. Ihre direkte, oft brüske Art bringt sie wiederholt in Konflikte. Ihr Umgang mit Mitmenschen wirkt nicht selten respektlos, und ihre ausgeprägte Selbstüberzeugung stößt andere vor den Kopf. Auch ihre Haltung zum Glauben irritiert: Zwar wird ihr innerer Bruch nachvollziehbar, doch ihre teils spöttische und fordernde Haltung gegenüber Gott befremdet, ebenso wie etliche Lügen, hinter denen sie sich versteckt.
Einen wichtigen Gegenpol bildet Peter Ito, ein japanisch-amerikanischer Freund, der Johanna mit Bedacht und Empathie begegnet. Der Austausch zwischen beiden eröffnet reflektierte Perspektiven auf Vorurteile, Rassismus und den Umgang mit Feindbildern. Besonders gelungen ist dabei die Botschaft, Menschen nicht vorschnell zu verurteilen, sondern ihre Hintergründe und Beweggründe zu verstehen.
Im weiteren Verlauf erlebt Johanna einen tiefen persönlichen Einbruch, der sie mit den Folgen ihrer eigenen Haltung konfrontiert. Diese Entwicklung deutet zwar eine innere Veränderung an, wirkt jedoch angesichts der sich zum Ende hin überschlagenden Ereignisse etwas überhastet und nicht ganz überzeugend. Dadurch wirkt auch das Ende ziemlich abrupt.
Trotz einzelner Figuren, die der Geschichte Gefühl und Tiefe verleihen, bleibt der Zugang insgesamt anspruchsvoll. Die innovative Erzählweise fordert Geduld und Ausdauer, was nicht durchgehend belohnt wird. Dennoch trägt das Buch eine starke Grundbotschaft: Menschen sind fehlbar, geprägt von Ängsten, Hoffnungen und Vorurteilen, die versuchen im undurchschaubaren Chaos dieser komplizierten Welt zu leben und verdienen es, nicht vorschnell aufgegeben zu werden.
Im Buch gibt es leider weder Nachwort noch persönliche Anmerkungen der Autorin, aber auf der Homepage findet man ein paar Hinweise was Fiktion und historisch belegt ist.
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19.03.2026Milena Rieger 
Eigentlich wollte Johanna Berglund, auch Jo genannt, nie wieder in ihre Heimatstadt, seit sie dieser bewusst den Rücken gekehrt hat. Jetzt soll sie ausgerechnet als Übersetzerin im neuen Kriegsgefangenenlager wiederkommen. Doch durch ihre Arbeit und ihr wachsendes Verständnis für die alltäglichen Herausforderungen der deutschen Gefangenen macht sie sich nicht nur Freunde.
Wie gut, dass sie all das mit ihrem Freund
Peter teilen kann – wenn auch nur schriftlich, in den vielen Briefen die sie sich gegenseitig widmen.
Ich muss ehrlich sagen, dass ich die Geschichte erst einmal ein Weilchen nachwirken lassen musste, bevor ich mich an diese Rezension setzen konnte. Dieses Buch war erstaunlich anders, als ich es erwartet habe und durch die gewählte Erzählform etwas ganz neues für mich. Denn die Autorin erzählt die Geschichte rund um Johanna ausschließlich in Briefen, Dokumenten oder Notizen.
Johanna hat eine eigene Art, welche besonders in ihren Briefen an ihren Freund Peter zum Ausdruck kommt. Auch wenn mich diese hin und wieder zum Schmunzeln gebracht haben, bin ich bis zum Schluss nicht so ganz warm geworden mit ihr. Wenn man ihr auch zugute halten muss, dass sie sich weiterentwickelt und an ihren Herausforderungen wächst. Peter zeigt sich geduldig und verständnisvoll und hat so manchen klugen Rat für Jo.
Allgemein ist es eine Besonderheit dieses Buches, wie die Persönlichkeit der unterschiedlichen Personen nachvollziehbar und glaubwürdig zum Ausdruck kommt.
Unter anderem behandelt die Geschichte Themen wie Vorurteile, Glaube, Zweifel und Rassismus.
Die Geschichte entwickelt sich zu Beginn eher langsam und nimmt dann mit der Zeit an Fahrt auf. Gegen Ende wurden mir die einzelnen Handlungsstränge fast zu schnell abgewickelt und ich war überrascht, als das Buch "plötzlich" zu Ende war.
Trotz der angemerkten Punkte wurde ich wunderbar unterhalten und empfehle das Buch gerne weiter!
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09.03.2026Monika S.-W. 
Ein interessantes Buch über ein Internierungslager in Minnesota, in das deutsche Kriegsgefangene inhaftiert sind.
Joanna Berglund wird eigentlich gegen ihren ausdrücklichen Willen dazu verpflichtet, ihre sprachlichen Kurse abzubrechen, um dort als Übersetzerin zu arbeiten. Sie findet sich in ihre neue Arbeit ein und versucht das Verhältnis der Bevölkerung zu den Gefangenen zu befrieden. Ihr Freund Peter steht ihr
mit gutem Rat brieflich zur Seite.
Obwohl das Buch aus fast nur Briefen besteht, kann man aus diesen gut die Situation der Betroffenen herauslesen. Mir hat das Buch wirklich gut gefallen, besonders sein Ende.
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