Neuer Stern am Autorenhimmel

Jennifer Erin Valent

Das Ende eines Sommers

"In dem Sommer, in dem ich 13 wurde, dachte ich, ich hätte einen Mann getötet."
Es war der Sommer, in dem Jessilyn Lassiter sich zum ersten Mal verliebte, in dem sie mit ihrer Freundin über das Leben philosophierte und in dem sie entdeckte, dass Engel nicht immer Flügel haben, sondern manchmal einfach nur Menschen sind. Es war mehr...

256 Seiten, Paperback, Format: 13,5 x 20,5 cm
Bestellnummer 331095, ISBN: 978-3-86827-095-2

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€ 9.95   sFr 14.90 / € (AT) 10.30

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16.09.2010Yasemin (15 J.)
Virginia im Jahre 1932, das Jahr in dem Jessilyn Lassiter dreizehn wurde, sich zum ersten Mal verliebte und das Jahr in dem sie glaubte einen Mann umgebracht zu haben. Und natürlich ist es das Jahr, in dem ihre Familie Gemma adoptierte und somit sich alles für immer veränderte. Denn Gemma ist dunkelhäutig und die Lassiters sind weiß, wodurch unweigerlich ein Konflikt entsteht.
Von nun an wird Jessilyns Familie von den anderen Bürgern geschnitten und beschimpft. Doch was noch schlimmer ist: der brutale Kuklux-Klan hat es auf sie abgesehen. Nichtsdestotrotz setzen sich Jessilyn und ihre Familie für ihre Überzeugungen ein!

"Das Ende eines Sommers" ist wirklich eines der besten Bücher, die ich dieses Jahr gelesen habe! Ich kann nur sagen, dass alles bei diesem Buch gestimmt hat und dass die Autorin sehr gute Arbeit geleistet hat, indem sie genau die richtige Mischung für einen fesselnden, amüsanten, spannenden und zugleich unglaublich realistischen Roman gefunden hat.

Sofort der erste Satz fesselte mich unwiderruflich an dieses Buch: ‚In dem Sommer, in dem ich 13 wurde, dachte ich, ich hätte einen Mann getötet.’ Man möchte herausfinden, welche Geschichte hinter diesem Satz steckt und man möchte auch alles über Jessilyn erfahren und warum sie denkt, dass sie einen Mann umgebracht hat. Schon bald bemerkt man, dass Jessilyn eigentlich ein sehr nettes - wenn auch eigenwilliges und sehr temperamentvolles - Mädchen ist, das man sehr ins Herz schließt. Zudem kommt noch hinzu, dass sie sich unsterblich in ihren Nachbarn Luke Talley verliebt, obwohl der eigentlich zu alt für sie ist.

Ich kann gar nicht beschreiben, wie unterhaltsam es war, zu lesen, wie sich dieses junge Mädchen zum ersten Mal verliebte, wie sie sich extra für Luke Talley zurecht machte, das Parfüm ihrer Mutter benutzte und sich die Haare eher schlecht als recht frisierte. Aber dieses Buch hat mich nicht nur wegen den sympathischen Figuren so begeistert, es gefiel mir auch, dass die Autorin so authentisch schrieb und sich an geschichtliche Fakten hielt. Ich konnte so richtig in das Buch abtauchen und etwas Zeit im frühen 20. Jahrhundert verbringen.

Und das Sahnehäubchen war natürlich die extrem spannende und auch etwas schauerliche Auseinandersetzung mit dem bedrohlichen Klan. Zusammenfassend kann ich nur sagen, dass man dieses Buch nur lieben kann und dass Leser aller Altersklassen auf ihre Kosten kommen werden.

Pressestimmen (1)
01.10.2009LoveLetter
Mit ihrem Debüt reiht sich Jennifer Erin Valent in die große Erzählerriege des amerikanischen Südens ein und wandelt auf den Pfaden von Harper Lees "Wer die Nachtigall stört". Ich-Erzählerin Jessie schildert die Ereignisse aus der Sicht eines Mädchens, das plötzlich erwachsen wird. Durch ihre Augen erleben die Leser sowohl ihre erste Liebe als auch den Verlust ihrer kindlichen Unschuld und sind während dieser wichtigen Wendepunkte in ihrem Leben hautnah bei Jessie. Die Sprache und die Gefühle der jungen Protagonistin sind perfekt getroffen. Auf der einen Seite vergeht sie fast in ihrer niedlichen Schwärmerei für Luke, auf der anderen wird ihre Angst vor den gemeinen Attacken spürbar. Ihre Sorgen sind andere als die der Erwachsenen, die unter der Großen Depression leiden. Ihr Blick auf Rassentrennungskonflikte und religiöse Heuchelei ist sehr aufrüttelnd und ergibt mit dem wunderabr eingefangenen Setting einen Roman, der unvergesslich bleibt.

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